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Oberes Adlergebirge

 

 Es hat folgende Ortschaften:

 

Rokitnitz im Adlergebirge (Rokytnic v Orlickych horach)  
Bärnwald  (Neratov) Lom  (Lomy)
Batzdorf  (Bartosovice) Michowie  (Mnichova)
Bielei  (Bela) Mitteldorf  (Prostredeni Rokytnice)
Deschnei  (Destne) Neudorf  (Nova Ves)
Friedrichswald  (Bedrichovka) Niederdorf  (Dolni Rokytnice)
Gießhübel  (Olesnice) Oberdorf  (Horni Rokytnice)
Groß-Auerschim  (Velky Uhrinov) Ottendorf  (Hadinec)
Groß Stiebnitz  (Velka Zdobnice) Plaßnitz  (Plasnice)
Halbseiten  (Mala Strana) Pollom  (Polom)
Herrnfeld  (Panske Pole) Prorub  (Proruby)
Himmlisch Riebnei  (Nebeska Rybna) Rampusch  (Rampuse)
Hlaska  (Hlasky) Ritschka  (Ricky)
Hohen Erlitz  (Vrchni Orlice) Sattel  (Sedlonov)
Katscher  (Kacerov) Saufloß  (Souvlastni)
Kerndorf  (Jadrna) Schedewie  (Sediviny)
Klein Auerschim  (Maly Uhrinov) Schönwald  (Podlesi)
Klein Stiebnitz  (Mala Zdobnice) Schwarzwasser  (Cerna Voda)
Kronstadt  (Kunstat) Tanndorf  (Jedlova)
Kunzendorf  (Kuncina Ves) Trtschkadorf  (Trckov)

 

 

 

 

 

Geographie:

Das Obere Adlergebirge, als östliches Glied der böhmischen Gebirgsumwallung, hat die gleiche Streichungsrichtung wie sein nordwestlicher Nachbar, das Riesengebirge.

Es zieht sich in südöstlicher Richtung ca. 70 Km vom Pass Nachod-Kudowa (362m) Bad Reinerz bis zum Durchbruch der Wilden Adler bei Tschihak (498m) hinaus.

Ein Höhenriegel, der von der Deschneier Großkoppe (1114m) dem höchsten Berg des Oberen Adlergebirges nach Nordosten abzweigt, verbindet den Böhmischen Kamm mit dem Glatzer Kamm, wie das Habelschwerdter Gebirge im geographischen Sinne zu bezeichnen ist.

Die Wilde Adler (auch Erlitz genannt) bildet bis zum Adlerdurchbruch auf ca. 25 km die Staatsgrenze zu Schlesien.

Sie nimmt alle aus dem Oberen Adlergebirge kommenden Gebirgsbäche, Rokitenka, Klause, Kneschna, Alba und Sattler Goldbach auf und mündet, nachdem sie sich bei Tinischt mit der Stillen Adler vereint, bei Königsgrätz in die Elbe.

Den Gießhübler Goldbach = Alscherbach nimmt die Mettau auf, die sich bei Josefstadt in die Elbe ergießt.

Mittlere Seehöhe: 580 m Haushaltungen: 4961 Ausmaß: 28251 ha mit 37 Gemeinden

 

Einwohner: 1910 = 20966,  1930= 17258,  1939= 16297

 

Wirtschaft/Industrie: Bäuerliche Anwesen, Mechan. Webereien, Holzverarbeitung, Handweberei, Heimarbeit, Fremdenverkehr, Sommerfrischen, Wintersportplätze.

 

Schulisches: vor 1918 = 76 Klassen Volksschule, nach 1918 = 57 Klassen Bürgerschulen in Rokitnitz und Gießhübel.

Landwirtschaftliche und gewerbl. Fortbildungsschule in Rokitnitz.

 

Vereine: Bund der Deutschen in Böhmen, Bund der deutschen in Ostböhmen, Deutscher Schulverein, Deutscher Kulturverband, Turnvereine, Jugendverbände, Gesangs- und Theatervereine, Feuerwehr, Veteranen, Gebirgsverein u. v. a. m.

 

Verkehr: Erlitztalstraße von Batzdorf bis Friedrichswald, Vorbergestraße von Batzdorf über Rokitnitz,Gr. Auerschim, Deschnei, Gießhübel;

begonnen 1870, beendet 1932, 75 Km.

Weitere Bezirksstraßen zu diesen beiden als Verbindungsstraßen.

Autobusverbindungen zu den Bezirksstädten, Marktorten und Eisenbahnstationen.

 

Geschichte: Im 13. Jahrhundert Anlegung der Orte Gießhübel, Pollom und Sattel durch die Herrschaft Frimburg.

Ulrich von Dürenholtz gründete nach 1260 von Wildenschwerdt aus 40 Dörfer, darunter Rokitnitz, Gr und Kl.Auerschim.

Der Besitzer der Burg Richemberg errichtete vor 1355 die Siedlungen: Prorub, Hlaska, Bielei, Rampusch, Himmlisch Riebnei mit Popelow und Saufloß.

Von der Burg Opotschno aus erfolgte 1362 die Anlage von Deschnei-Tannendorf.

Das älteste Dorf im Erlitztal ist Batzdorf (mit Hohenerlitz) vor 1557 gegründet.

Glashüttensiedlungen entstanden in Deschnei, Tanndorf, Katscher, Kunzendorf, Oberdorf, Herrnfeld, Schwarzwasser und Friedrichswald.

Im Reichenauer Holzgau entstanden die Dörfer Gr. und Kl. Stiebnitz, Ritschka, Schwarzwasser und Neudorf durch Holzknappe aus dem Riesengebirge.

 

Parteien: Bis 1938 Deutsche Sozialdemokraten, Christlich Soziale, Bund der Landwirte, Deutsche Gewerbepartei, Deutschnationale, Sudetendeutsche Partei, Kommunistische Partei

 

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Rokitnitz im Adlergebirge (Rokytnic v Orlickych horach)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Im Tal der Rokitenka und der auf dem Ernestinenberg vorgelagerten Hochfläche angelegt.

Ortschaft Julienthal am linken Steilhang der Klause liegend, m. H. 580 m Städtchen mit Marktberechtigung, Rundsiedlung, 650 ha.

Einwohner:  1939 = 1023 in 220 Häusern und 365 Haushaltungen.

1318 erstmals urkundlich erwähnt. Sitz der Gutsherrenschaft,

Ringplatz von Laubenhäusern umsäumt.

Sprechendes Gemeindesiegel, Sommerfrische, Wintersportgelände.

1354 erstes Kirchlein,

1567 eigene Pfarrei, 1684 Kirche in Stein "Allerheiligen".

Ab 1918 dreiklassige tsch. Volksschule und dreiklassige Bürgerschule.

 

Bärnwald (Neratov)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am rechten Ufer der Erlitz, im Tal des Dorfbaches und dem Osthang des Ernestinenberges ( 994m) gelegen; m.H. 623 m, Staatsgrenze.

Dorf, Streusiedlung, 813 ha, 1939 = 353 Einwohner, 105 Häuser, 108 Haushalte.

Erste Ansiedlung = Waldvorwerk, Ort kurz vor 1570 angelegt durch Holzknappen und Flößer.

Erbschölzerei. Erste urkundliche Erwähnung 1576.

Im Jahr 1618 erste hölzerne Brücke über die Erlitz, ab 1730 Brücke in Stein. Bärnwald liegt an der Erlitzstr.

Neuzeitliche Flachsbrecherei, Imkerei, Postamt, Sparkasse und Finanzwachabteilung.

1574 erstes Holzkirchlein mit Friedhof, 1668 Kirche in Stein Maria Heimsuchung.

1735 Kirche im Rokokostil, 1945 zerstört.

Vor und nach 1918 = 2 klassige Volksschule.
Bärnwald liegt an der Erlitztalstraße.

 

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Batzdorf (Bartosovice)

 

Berzirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am rechten Ufer der Erlitz und am Dorfbach (Aubach) angelegt.

Ortsteil Nesselfleck, Staatsgrenze, m.H. 579 m,

Dorf, Reihensiedlung,1505 ha. 1939 = 845 Einwohner, 216 Häuser, 207 Haushalte.

Älteste Siedlung des Erlitztales, zwischen 1539 und 1557 gegründet, Freihof, Erb- und Freirichterei.

1557 erstmals urkundlich erwähnt, 1590 siedeln Holzknappen und Flößer an.

Erlitztalstraße, Straßenknotenpunkt mit Abzweigungen in 5 Richtungen.

Sommerfrische, Wintersportgelände. Flachsbrecherei, Leinölmühle, Molkerei, Imkerei, Zollamt,

Gendarmerieposten, Postamt, Großböttcherei, Ski- und Rodelerzeugung.

In Nesselfleck mächtige Steinbrücke über die Erlitz.

1673 Kirchenbau in Stein Maria Magdalena, 1746 Pfarrkirche.

Vor 1918 = 3 klassige, ab 1919 = 2 klassige Volksschule und tschechische Minderheitenschule.

  

Bielei (Bela)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf sanft abfallender Lehne und am Dorfbach gelegen, die Weiler Wochos, Popelowgraben und Sobina außerhalb des Dorfkernes;

m. H. 536 m , Dorf, Reihensiedlung, 682 ha.

1939 = 458 Einwohner, 129 Häuser,132 Haushalte.

Im 14. Jahrhundert von Burg Richemberg angelegt,

1406 erste urkundliche Erwähnung,

1575 Bergknappen und Flößer. Reste von Stollen und Schürfstellen blieben erhalten.

1691 Kapelle Johann v. Nepomuk, Friedhof, 1853 Pfarrkirche.

Vor und nach 1918 = 2 klassige Volksschule,

Imkerei, Sparkasse.

 

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Deschnei (Destne)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a.d. Mettau/Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Im weiten Talkessel und dessen Hängen am Fuß der Deschneier Großkoppe (1114m),

von Alba und Dorfbach durchflossen, angelegt;

Ortschaften Brand, Hinterwinkel; Wiederdriß; Dörfel, Hüttenberg und Stiefwinkel entstanden aus Waldsiedlungen.

Gemeindeflur erstreckt sich bis Staatsgrenze;

m. H. 649 m Markt, Streusiedlung, 1606 ha,

1939 = 799 Einwohner, 211 Häuser, 261 Haushalte.

1362 erstmals als Flurname urkundlich genannt.

Zisterzienserkloster Heiligenfeld legte Meierhof an;

von 1495 bis 1750 Glashüttenbetrieb der Gutsherrenschaft.

Bunkerbauten, Straßenknotenpunkt, Abzweigung nach 5 Richtungen.

Sommerfrische, Wintersportgebiet, Elektrizitätswerk, Freibad, Lichtspiele,

Gendarmerieposten, Finanzwachabteilung, Steinbruch, Weberei, Likörerzeugung, Sparkasse.

1726 Pfarrkirche Maria Magdalena in Stein.

Vor 1918 = 3 klassige, ab 1925 = 2 klassige Volksschule, Minderheitenschule.

 

Friedrichswald (Bedrichovka)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen. Ab 1938 Landkreis Grulich.

An der Erlitz und am Dorfbach gelegen.

Das Dorf erstreckt sich bis zum Gebirgskamm, 1046 m. Staatsgrenze; m. H. 685 m,

Reihendorf, etwa 185 ha groß.

Einwohner: 1939 = 293 Häuser: 66 Haushalte: 97

Von 1614 bis 1662 Glashüttenbetrieb, danach nach Kaiserswalde verlegt.

1750 selbstständige Gemeinde. Postamt, Sparkasse, Finanzwachabteilung.

Nach Kronstadt eingepfarrt.

Kapelle Christi Himmelfahrt im Ort.

Vor und nach 1918 = 3 klassige Volksschule, ab 1919 tsch. Minderheitenschule.

Der Ort lag an der Erlitztalstraße.

 

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Gießhübel (Olesnice)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a. d. Mettau in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am Fuß der Hohen Mense (1084 m), am Alscherbach (Goldbach) und Ortsbach gelegen.

M. H. 605 m. Marktort (Städtchen) etwa 6 Km lange, geschlossene Reihensiedlung.

1939 = 1285 Einwohner, Häuser: 338 Haushalte: 433

Ursiedlung im 13.Jahrhundert von Burg Frimburg gegründet,

1354 erstmals urkundlich erwähnt.

1538 Bergbau auf Eisenerz begonnen, ein Hochofen.

Im Jahre 1700 Erzförderung und Einschmelzen eingestellt.

1499 Städtchen, 5.11.1706 = Marktflecken;

sprechendes Siegel. 5.9.1779 besucht Kaiser Josef II mit Gefolge den Ort.

Drei Stadtbrände.

Zuerst Leine-, später Baumwollweberei. Kalksteinbruch, Schlachthaus, Brauhaus, Sparkasse,

Sommerfrische, Wintersportgelände, Freibad, Turnhalle, Sportplatz, Distriktarzt.

Rathaus (Jagdschloss), Elektrizitätswerk, Zollamt, Gendarmerieposten.

Straßenknotenpunkt nach 7 Richtungen.

Im 13. Jahrhundert Kirchlein mit Friedhof;

1354 neuer Pfarrer;

1503 Kirche in Holz,

1703 Kirche in Stein Maria Magdalena;

1854 selbständige Pfarre.

Um 1700 erste Schule mit ständig steigender Schülerzahl in wechselnden Lehrzimmern;

Vor 1918 = 5 klassige Volksschule Expositur (Winterschule), 3 klassige Bürgerschule für Knaben.

1919 bis 1938 tschech. Minderheitenschule, ab 1921 =2 klassig (nach Auflassung deutscher Volksschulklassen)

ab 1924 = 2 klassige deutsche Volksschule + 3 klassige gemischte Bürgerschule (Knaben und Mädchen).

 

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Groß-Auerschim (Velky Uhrinov)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf breitem Ausläufer des Adlergebirges zwischen Alba und Kneschna gelegen;

Gemeindeflur erstreckt sich über den Gebirgskamm(1094 m) den Hang zum Erlitztal hinab; m. H. 615 m

mit den Ortschaften: Hüttendorf, Padol, Raßdorf. Einschichten Bielei und Annahütte.

Dorf, Streusiedlung, 2376 ha.

1939 = 734 Einwohner, Häuser: 208, Haushalte: 223.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts Ursiedlung Meierhof mit Schäferei.

1354 erste urkundliche Erwähnung.

Glashüttensiedlung Hüttendorf ( 100 ha) 1821 von Tanndorf abgetrennt, Groß Auerschim zugeteilt.

Glashüttensiedlung Annahütte (350 ha) wurde im Jahr 1895 von Tanndorf abgetrennt und Groß Auerschim angeschlossen.

Kalksteinbruch, Weberei, Imkerei, Jagdschloss, Postamt, Gendarmeriestation, Sparkasse.

Erst kleines Holzkirchlein, ab 1752 Kirche in Stein St. Laurentius.

Vor und nach 1918 eine 3 klassige Volksschule, 1 klassige Volksschule in Raßdorf,

1936 Minderheitenschule.

  

Groß Stiebnitz (Velka Zdobnice)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am Westhang des Kronstädter Berges ( 1031 m) und im Tal der Stiebnitz gelegen. M. H. 659 m. Dorf, Streusiedlung.

1939 = 888 Einwohner, Häuser: 261 Haushalte: 273

1576 von Holzknappen und Flößern angelegt.

Wurde im 30 jähr. Krieg selbständige Gemeinde:

Sommerfrische, Freibad, Elektrizitätswerk, Postamt, Sparkasse, Gendarmerieposten.

Sitz der Wechselseitigen Brandschadenversicherung für das Adlergebirge

1787 Kirche "Guter Hirt" in Stein mit Friedhof.

Vor und nach 1918 --- 5 klassige Volksschule.

 

Halbseiten (Mala Strana)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

An der Elitz und zwei Ausläufern des Adlergebirges angelegt; Ortsteil Hohe Wurzel; m. H. 600 m, Staatsgrenze,

Dorf. Reihendorf, 147 ha.

Hinsichtlich der Bevölkerung und Ausmaß kleinstes Dorf im Adlergebirge.

1939 = 53 Einwohner, Häuser: 18 Haushalte: 17

Erste Ansiedlung um 1557,

Waldvorwerk; erste urkundliche Erwähnung um 1567 als halbe Seite von Hohenerlitz.

1786 selbständige Gemeinde. Eingepfarrt nach Bärnwald, eingeschult nach Hohenerlitz.

Das Dorf liegt an der Erlitztalstraße.

 

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Herrnfeld (Panske Pole)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am südwestlichen Hang des Ernestinenberges ( 994 m) angelegt;

Ortschaften Hannchen (1790), Liebental (1708),Wenzelhau (1674) gegründet; m. H. 743 m.

Dorf, Reihensiedlung, 495 ha.

1939 = 303 Einwohner Häuser: 88 Haushalte: 91;

Im Jahr 1663 auf dem kalten Vorwerk des ehemaligen Glashüttengutes angelegt.

Ab 1935 gewaltige Bunkerbauten im Ort.

Leinölmühle, Wintersportgelände, Imkerei, Sparkasse.

Eingepfarrt nach Rokitnitz, Kapelle mit Messlizenz im Ort.

Bis 1929 = 2 klassige Volksschule dann 1 klassige Volksschule.
 

 

Himmlisch-Riebnei (Nebeska Rybna)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am südöstlichen Hang des Adlergebirges (bis 794 m ansteigend) in der Zwiesel

zwischen Stiebnitz und Klause am schluchtartigen Aubach gelegen.

Meereshöhe etwa 570, mit den Ortschaften Hammerdorf und Popelow.

Dorf, Streusiedlung, etwa 1201 ha groß.

Einwohner: 1939 = 781 Häuser: 203 Haushalte:217

Im 14. Jahrhundert, zugleich mit Popelow von Burg Richemberg gegründet,

1335 erstmals urkundlich erwähnt, Hammerdorf 1790.

1576 siedeln Holzknappen aus dem Riesengebirge an.

Leinölmühle, Postamt, Sparkasse waren vorhanden.

Pfarrkirche und Friedhof aus dem 14. Jahrhundert. 1845 neue Pfarrkirche "Phillip und Jakob"

Vor und nach 1918 dreiklassige Volksschule.

Vorbergstraße im Unterort, Bezirksstraße Oberdorf- Tanndorf im Oberort.

 

Hlaska (Hlasky)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf sanft abfallender Hochebene gelegen, Meereshöhe: 520 m ,

Dorf, Streusiedlung, Größe 255 ha.

Einwohner: 1939 = 218 mit 61 Häusern und 67 Haushaltungen.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von der Burg Richemberg angelegt. Bewohner waren zum Wachdienst verpflichtet,

erste urkundliche Erwähnung 1495.

Eine Flachsbrecherei und ein Dampfsägewerk.

Eingepfarrt nach Rehberg, ab 1938 nach Bielei.

Vor und nach 1918 einklassige Volksschule,

an der Bezirksstraße zur Vorbergstraße gelegen.

 

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Hohen Erlitz (Vrchni Orlice)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

An Erlitz und Steinbach, den Hängen von Hoher Wurzel (797 m) und Erlitzer Koppe (762 m) angelegt,

Meereshöhe: 580 m, Staatsgrenze.

Ortsteil Ottendorf 1652 gegründet.

Reihendorf, etwa 580 ha groß.

Einwohner: 1939 = 240 in 62 Häusern mit 61 Haushaltungen.

1567 erstmals urkundlich erwähnt,

1786 selbständige Gemeinde.

Wintersportgelände, Sparkasse, Imkerei.

Eingepfarrt nach Batzdorf, seit 1712 Filialkirche "hl. Joh. von Nepomuk" mit Friedhof im Ort.

Vor 1918 eine zweiklassige Volksschule, ab 1921 eine einklassige Volksschule.

Hohenerlitz liegt an der Erlitztalstraße.

 

 

Katscher (Kacerov)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Der Ort liegt auf den Ausläufern des Adlergebirges, begrenzt von Stiebnitz und Kneschna. Meereshöhe: 600 m,

Dorf, Streusiedlung, etwa 497 ha groß. Einwohner: 1939 = 317 in 87 Häusern und 99 Haushaltungen.

Als Glashüttensiedlung in der ersten Hälfte des 16.Jahrhunderts gegründet,

erste urkundliche Erwähnung 1550;

Distriktarzt.

1684 hölzerne Kapelle, 1798 Kirche in Stein "Hl. Katherina"

1856 eigene Pfarrei.

Vor und nach 1918 zweiklassige Volksschule.

Straßenverbindung über die Vorbergestraße und die Bezirksstraße nach Reichenau.

 

 

Kerndorf (Jadrna)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

An der Erlitz und am Dorfbach gelegen,

Ortsflur erstreckt sich bis zum Gebirgskamm1094 m, Staatsgrenze,

Ortsteil Grünborn wurde 1613 angelegt.

Dorf, Reihensiedlung,

Einwohner: 1939 = 470

Laut Schöppenbuch 1603 erstmals urkundlich erwähnt, vor 1600 angelegt.

Nach Kronstadt eingepfarrt,

Kerndorf wurde nach Kronstadt eingeschult und Grünborn nach Friedrichswald.

Der Ort liegt an der Erlitztalstraße.

 

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Klein Auerschim (Maly Uhrinov)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab1938 Landkreis Grulich.

Der Ort liegt auf Ausläufer des Adlergebirges, im Tal und an den Hängen von Alba und Kneschna gegründet,

mit den Ortschaften Benatek mit Pitschberg, Bukowie mit Mesina, Gießaus mit Weiler Antonithal.
Meereshöhe: 550 m

Einwohner: 1939 = 506 in 123 Häusern und 131 Haushaltungen.

Dorf, Streusiedlung mit 887 ha Größe.

Erste Ansiedlung Meierhof mit Schäferei,

erste urkundliche Erwähnung 1411.

Nach Groß- Auerschim eingepfarrt und eingeschult.

Der Ort liegt an der Bezirksstraße zur Vorbergestraße.

 

 

Klein Stiebnitz (Mala Zdobnice)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Im Tal und an den Hängen der Bäche Stiebnitz und Geiersgraben liegend;

Ortschaften Geiersgraben und Scheithau im 18. Jahrhundert angelegt.

Ortsflur fast an den Kamm reichend (1042 m)

Dorf, Streusiedlung von 992 ha Größe.

Einwohner: 1939 = 260 in 71 Häusern und 73 Haushaltungen.

1562 erste Ansiedlung. Sommerfrische und Wintersport.

Eingepfarrt nach Groß Stiebnitz.

Der Ort liegt an der Bezirksstraße Oberdorf nach Tanndorf.

 

Kronstadt (Kunstat)

 

Bezirkshautmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Im weiten Talkessel rechts der Erlitz gelegen, Gemeindeflur bis Gebirgskamm (1034 m) reichend.

Staatsgrenze. Marktort, Reihensiedlung mit etwa 971 ha Größe.

Einwohner: 1939 = 695 in 155 Häusern und 175 Haushaltungen.

Die Neubesiedlung begann 1572,

1586 erstmals urkundlich erwähnt.

Sehr schneereiche Winter,

Wintersportgelände, Sommerfrische, Spanschachtelfabrik, Zollamt,

Postamt, Gendarmerieposten, Distriktarzt, Sparkasse.

1612 erste Kirche. 1768 Pfarrkirche "Johannes der Täufer" in Stein.

Wallfahrtskapelle "Maria Heimsuchung" am Kronstädter Berg.

Vor 1918 vierklassige Volksschule, nach 1918 dreiklassig.

Kronstadt liegt an der Erlitztalstraße.

 

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Kunzendorf (Kuncina Ves)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf der Hochfläche, steil zur Stiebnitz abstürzend, gegründet, m. H. 645 m.

Dorf, Streusiedlung, etwa 444 ha Fläche.
Einwohner: 1939 = 307 in 80 Häusern und 87 Haushaltungen.
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war Kunzendorf eine Glasmachersiedlung.

1550 erstmals urkundlich erwähnt.

Eingepfarrt nach Katscher, Filialkirche "Hl. Anna" im Ort.

Vor und nach 1918 einklassige Volksschule.

Kunzendorf liegt an der Vorbergestraße.

 

 

Lom (Lomy)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a. d. Mettau in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf der Hochfläche, sanft in das Landesinnere, steil zur Alba abfallend gelegen.

Meereshöhe etwa 650 m. Streusiedlung, Dorf mit einer Größe von 276 ha.

Einwohner: 1939 = 71, Häuser: 23 in 20 Haushaltungen.

Ort blieb bis 1860 nahezu rein deutsch,

bis 1938 nach Dobre eingepfarrt, dann Deschnei.

1905 tschech. Volksschule, wurde 1938 wieder aufgelöst.

Im Ort eine mechanische Weberei und ein Sandbruch.

Lom liegt an der Bezirksstraße Tanndorf-Michowie- Skuhrow.

 

 

Michowie (Mnichova)

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a. d. Mettau in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf der Hochfläche, steil zur Alba und zum Dorfbach abfallend, angelegt.

Meereshöhe: 650 m. Dorf, Streusiedlung mit einer Größe von 348 ha.

Einwohner: 1939 = 91 Häuser: 23 in 23 Haushaltungen.

Zisterzienser des Klosters Heiligenfeld legten Meierhof an.

Diesen, samt Ansiedlung(auch Lom) wurden 1439 von Hussiten niedergebrannt.

Beide Orte von Deutschen wieder besiedelt.

Verwaltung lag für beide Orte seit 1850 in Lom. Ab 1938 in Michowie.

Der Ort war nach Deschnei eingepfarrt, ab 1938 auch Lom.

1900 selbstständige Schule, neues Schulhaus, 1925 aufgelöst.

Im Ort eine mech. Weberei, Imkerei und eine Mahlmühle.

Der Ort liegt an der Bezirksstraße Tanndorf- Skuhrov.

 

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Mitteldorf (Prostredni Rokytnice)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Im Tal der Rokitenka gelegen, die Ortschaft Rieneck erwuchs 1791 auf den Gründen des Gutshofes Nimmersatt.

Meereshöhe etwa 648 m. Dorf, Reihensiedlung mit einer Größe von 409 ha.

Einwohner: 1939 = 381 in 103 Häusern und 118 Haushaltungen.

1545 erstmals urkundlich erwähnt als Dorf des Gutes Rokitnitz,

1665 selbstständige Gemeinde. Wintersportgelände.

Eingepfarrt und eingeschult nach Rokitnitz.

Mitteldorf liegt an der Vorgebirgsstraße.

 

 

Neudorf (Nova Ves)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am rechten Ufer der Erlitz gelegen, Staatsgrenze, Meereshöhe 675m.

Dorf, Reihensiedlung mit einer Größe von 503 ha.

Einwohner: 1939 = 199 in 57 Häusern und 57 Haushaltungen.

1576 als Holzmachersiedlung angelegt;

erfolglose Suche nach Gold und Silber,

Schürfungen nach Bleiglanz und Schwefelkies;

ab 1700 Einzugsgebiet der Glashütte Schwarzwasser.

Eingepfarrt nach Kronstadt; Kapelle mit Messlizenz "Maria Heimsuchung" im Ort.

Wallfahrtskapelle "Hl. Anna" (Puschkopalle)

Vor und nach 1918 eine einklassige Volksschule.

Neudorf liegt an der Erlitztalstraße.

 

 

Niederdorf (Dolni Rokytnice)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Liegt im Tal der Rokitenka, Einschicht-Feldhäuser auf Hochfläche der Pohlkoppe. Meereshöhe 500 m.

Dorf, Reihensiedlung mit einer Größe von 754 ha.

Einwohner: 1939 = 229 in 53 Häusern und 60 Haushaltungen.

1545 erstmals urkundlich erwähnt als Dorf des Gutes Rokitnitz.

1665 selbstständige Gemeinde,

Wintersportgelände.

Eingepfarrt und eingeschult nach Rokitnitz.

Niederdorf liegt an der Bezirksstraße von Rokitnitz nach Senftenberg.

 

 

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Oberdorf (Horni Rokytnice)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am westlichen Südhang des Ernestinenberges (994m) und im Tal der Rokitenka liegend;

Ortsteil Bockwinkel; Meereshöhe 740m.

Dorf, Reihensiedlung mit einer Größe von 1068 ha.

Einwohner: 1939 = 283 in 69 Häusern und 72 Haushaltungen.

1558 auf den abgeholzten Hängen der Glashüttensiedlung angelegt;

Wintersportgelände, nach Rokitnitz eingepfarrt.

Vor und nach 1918 eine einklassige Volksschule.

Das Oberdorf liegt an der Vorgebirgsstraße.

 

 

Ottendorf (Hadinec)

 

Ottendorf gehörte zu der Gemeinde Hohenerlitz, aber zur Pfarrei Bärnwald.

Ottendorf wurde 1650 von Otto von Nostitz-Rienek, der Herrschaft aus Rokitnitz gegründet.

Die St.-Anna Kapelle wurde 1820 ursprünglich auf dem Ernestinenberg in Bärnwald erbaut,

musste 1936 aber dem Bunkerbau weichen und fand in der Ottendorfer Gemarkung ihren heutigen Standort.

Heute stehen nur noch weniger Häuser in Ottendorf.

 

 

Plaßnitz (Plasnice)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a. d. Mette in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

In flacher Talmulde am Fuße des Spitzberges (837m) liegend; von kleinem Bach durchflossen.

Ortsteile Aschergraben und Pfitzdörfel;

Meereshöhe 600m. Dorf, Streusiedlung mit einer Größe von 330 ha.

Einwohner: 1939 = 260 in 69 Häusern und 79 Haushaltungen.

Plaßnitz wurde 1537 erstmals urkundlich als Flurname erwähnt,

kurz vor 1600 besiedelt, als Ort 1635 urkundlich genannt.

Einzugsgebiet der Glashütten Deschnei und Tanndorf.

Bildete mit Schediwie von 1850 bis 1923 eine Gemeinde.

Bis 1938 nach Dobrschan eingepfarrt, dann Sattel.

Seit 1874 Kapelle "Hl.Familie" mit Messlizenz im

Von 1867 bis 1898 mit der Ortschaft Schediwie eine zweiklassige Volksschule,

dann eine einklassige Volksschule mit Schulhaus im Ort.

Plaßnitz liegt an der Vorbergestraße und Verkehrsanbindung über die Bezirksstraße Plaßnitz- Dobruschka.

 

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Pollom (Polom)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a. d. Mette in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Pollom liegt am Hang der Pollomer Koppe (1025m) und einem steil zum Alscherbach und Goldbach abfallenden Ausläufer des Adlergebirges, sowie in der Talmulde am kleinen Ortsbach.

1938 wurde der Ortsteil Luschan abgetreten. Meereshöhe 700m.

Dorf, Streusiedlung mit einer Größe bis 1838 von 315 ha, nach 1938 von 286 ha.

Einwohner: 1939 = 317 in 97 Häusern und 102 Haushaltungen.

Kohlenbrenner legten den Ort an;

1601 begründete ihn die Gutsherrschaft Opotschno, gab Häuschen und Grund in Erbpacht,

besaß dadurch Stammarbeiter.

1934 gewaltige Bunkerbauten im Ort.

In Pollom gab es Sandgruben sowie ein Wintersportgelände.

Pollom war zum Teil nach Gießhübel und Sattel eingepfarrt.

Vor 1918 zweiklassige Volksschule, nach 1918 einklassige Volksschule.

Pollom liegt an der Vorbergestraße.

 

 

Prorub (Proruby)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf dem Rücken und den Hängen eines Ausläufers des Adlergebirges,
zu Kneschna und Rehberger Bach steil abfallend angelegt.

Die Ortschaft Porschitsch liegt an der Kneschna.

Meereshöhe 390m, Dorf, Streusiedlung von mit einer Größe von 397 ha.

Einwohner: 1939 = 183 in 47 Häusern und 49 Haushaltungen.

Im 14. Jahrhundert von Burg Richemberg angelegt,

1495 erstmals urkundlich genannt.

Reines Bauerndorf, steht an erster Stelle der bäuerlichen Siedlungen des Adlergebirges mit Getreideanbau und Viehzucht, Imkerei und eine Sparkasse waren vorhanden.

Eingepfarrt nach Rehberg, ab 1938 nach Katscher;

Kapelle "Maria-Himmelfahrt" mit Messlizenz im Ort.

Vor und nach 1918 einklassige Volksschule, das Schulhaus stand bis 1945 im gemischtsprachigen Rehberg.

Prorub liegt an der Bezirksstraße Katscher- Reichenau.

 

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Rampusch (Rampuse)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf Anhöhe gelegen. 1938 Waldsiedlungen Wltschinetz (Wölfei) und Nemanitz ((Habenichts) angegliedert.

Meereshöhe 659m. Dorf, Streusiedlung mit einer Größe von 428 ha.

Einwohner: 1939 = 283 in 67 Häusern und 63 Haushaltungen.

Im 14. Jahrhundert von Burg Richemberg angelegt,

1495 erstmals urkundlich genannt.

Wenig ertragreicher Boden.</font></p>

Bis 1938 nach Rehberg, dann nach Bielei eingepfarrt.

Vor und nach 1918 eine einklassige Volksschule.

Rampusch liegt an der nahe gelegenen Vorbergestraße.

 

Ritschka (Ricky)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf dem Bergkamm (Mückenberg 992m) reichenden Hängen, dem Tal der Klause und 6 wasserreichen Dorfbächen angelegt.

Ortschaft Wüstenei im 18. Jahrhundert,

Riese im 19.Jahrhundert gegründet.

Meereshöhe 674m. Dorf, Streusiedlung mit einer Größe von 1481 ha.

Einwohner: 1939 = 873 in 255 Häusern und 277 Haushaltungen.

Als Flurname erstmals 1571 urkundlich genannt.

1576 von Holzknappen und Flößern angelegt.

Erfolgreiche Suche nach Gold und silberhaltigem Bleiglanz und Roteisenstein.

Holzflößen im 30 jährigem Krieg eingestellt.

Kaiserliche und schwedische Truppen suchten den Ort im 30 jährigem Krieg heim.

Wintersportgelände, Sommerfrische, Flachsbrecherei, Leinölmühle, Kalksandsteinbruch, Postamt und Sparkasse waren vorhanden.

Altes Kirchlein mit Friedhof. 1786 Kirche "Hl Dreifaltigkeit" in Stein,

1856 selbständige Pfarrkirche.

Vor 1918 eine dreiklassige Volksschule,

nach 1918 eine vierklassige Volksschule.

Ritschka liegt an der Bezirksstraße Ritschka nach Schwarzwasser (Erlitztal).

 

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Sattel (Sedlonov)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a.d. Mette in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Entlang des Dorfbaches bis zur Einmündung in den Goldbach und diesen abwärts gelegen.

Ortschaften Aschergraben und Schierlichgraben, Einschichten, Gründl und Steinberg aus Waldsiedlungen hervorgegangen.

Dorfflur erstreckt sich bis Gebirgskamm (1047 m).

Mittlere Meereshöhe 623 m. Dorf,

Reihensiedlung etwa 3,5 Km lang bei einer Größe von 1610 ha.

Einwohner: 1939 = 687 in 177 Häusern und 231 Haushaltungen.

Gutsherrschaft errichtet Meierhof, 1534 erstmals urkundlich erwähnt;

erste Siedler waren Goldsucher, Köhler und Aschenbrenner.

Sattel dürfte zugleich mit Gießhübel angelegt worden sein.

Sprechendes Gemeindesiegel. Es ist unbekannt seit wann die Gemeinde selbstständig geworden war.

Ab 1935 Bunkerbauten im Ort.

Sommerfrische, Wintersportgelände, Finanzwachabteilung, Weberei, Sparkasse.

Holzkirchlein mit Friedhof, 1706 Kirche "Allerheiligen" in Stein,

1711 selbstständige Pfarrei.

Vor 1918 dreiklassige Volksschule, nach 1918 zweiklassige Volksschule,

einklassige ständige Expositur in Schierlichhäusern = höchstgelegene Volkschule in Böhmen (1010 m).

Tschechische Minderheitenschule im Ort.

Sattel liegt an der Vorbergestraße und der Bezirksstraße nach Neustadt.

 

Saufloß (Souvlastni)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am südwestlichen Hang der Reiterkoppe (984 m) am Dorfbach und der Stiebnitz angelegt;

Ortschaft Kohlau (Waldsiedlung) im 18. Jahrhundert gegründet.

Meereshöhe 600 m. Dorf, Reihensiedlung mit einer Größe von 501 ha.

Einwohner:1939 = 240 in 68 Häusern und 68 Haushaltungen.

Saufloß wurde zugleich mit Himmlisch-Riebnei als kleine Siedlung angelegt.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von der Herrschaft Reichenau als Siedlung ausgelegt,

1571 erstmals urkundlich genannt.

Erste Einwohner waren um 1575 Holzknappen und Flößer.

Eingepfarrt nach Himmlisch-Riebnei, Kapelle "Maria-Heimsuchung" im Ort mit Messlizenz.

Vor und nach 1918 einklassige Volksschule.

Saufloß liegt an der Vorbergestraße.

 

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Schediwie (Sediviny)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a. d. Mette in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Am Fuß des Spitzberges (837 m) und zwei Dorfbächen angelegt;

Ortsteile Pfitzdörfel, Stiefwinkel und Luckawinkel.

Meereshöhe 640 m. Dorf, Streusiedlung mit einer Größe von 479 ha.

Einwohner: 1939 = 242 in 64 Häusern und 69 Haushaltungen.

1537 erstmals als Flurname erwähnt, vor 1600 besiedelt.

Einzugsgebiet der Glashütten Deschnei und Tanndorf.

Wachturm in Luckawalde, zur Burg Dobrschan gehörend.

Schediewi bildete seit 1850 mit Plaßnitz eine Gemeinde,

1923 wurden die Orte getrennt.

Schediwie war bis 1938 zu Dobrschan eingepfarrt, danach zu Deschnei.

Seit 1884 Kapelle St. Josef mit Messlizenz, 1907 Kirchlein erweitert.

Von 1867 bis 1898 mit Plaßnitz eine zweiklassige Volksschule,

dann jede Gemeinde eigenes Schulhaus als einklassige Volksschule,

1921 einklassige tschechische Minderheitenschule.

Schediwie liegt an der Bezirksstraße Plaßnitz- Dobruschka.

 

Schönwald (Podlesi)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

An der Erlitz liegend, zwischen Bärnwald und Neudorf eingeschoben.

Staatsgrenze, Meereshöhe: 620 m. Dorf, Reihensiedlung mit einer Größe von 210 ha.

Einwohner: 1939 = 96 in 29 Häusern und 32 Haushaltungen.

Kurz vor 1570 von der Herrschaft Rokitnitz ausgelegt,

1576 erstmals urkundlich genannt.

1590 siedeln Holzknappen und Flößer an. 1627 selbstständige Gemeinde;

1637 untertäniger Erbscholze und Richter mit Scholzengut. Dessen Rechte erloschen 1848.

Möbel- und Parkettfabrik im Ort.

Eingepfarrt und eingeschult nach Bärnwald.

Schönwald liegt an der Erlitztalstraße.

 

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Schwarzwasser (Cerna Voda)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

An der Erlitz und am Schwarzbach angelegt; Dorfflur reicht bis zur Kammhöhe (992 m).

Meereshöhe: 650 m. Staatsgrenze. Dorf, Streusiedlung mit einer Größe von 792 ha.

Einwohner: 1939 = 248 in 65 Häusern und 65 Haushaltungen.

1576 von Holzknappen und Flößern angelegt.

Von 1700 bis 1800 Glashüttensiedlung, dann stillgelegt.

Selbstständige Gemeinde seit 1848.

Eingepfarrt nach Kronstadt; Kapelle Maria-Heimsuchung mit Messlizenz im Ort.

Vor und nach 1918 eine zweiklassige Volksschule.

Jagdschloss der Herrschaft Reichenau im Ort.

Schwarzwasser liegt an der Erlitztalstraße.

 

Tanndorf (Jedlova)

 

Bezirkshauptmannschaft Senftenberg in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

Auf Breitgestrecktem Ausläufer des Adlergebirges, am 1. Ufer der Alba angelegt,

Ortschaft Luisenthal 1828 von der Herrschaft Solnitz gegründet.

Meereshöhe: 712 m. Dorfflur bis zum Gebirgskamm (1050 m) reichend. Größe 782 ha.

Einwohner: 1939 = 472 in 140 Häusern und 157 Haushaltungen. Um 1890 fast 1000 Einwohner.

Mit Deschnei im weiten Talkessel der Alba gelegen,

1362 erstmals urkundlich genannt.

Selbstständige Gemeinde seit 1515.

Straßenknotenpunkt in Tanndorf, Abzweigungen nach 5 Richtungen.

Sommerfrische und Wintersportgebiet.

Elektrizitätswerk, Molkerei, Möbelfabrik, Flachsbrecherei, Imkerei und Webereien im Ort.

Erstes Kirchlein aus Holz um 1612, 1736 Kirche St. Mathäus in Stein mit Friedhof.

Nach Deschnei eingepfarrt.

Vor 1918 zweiklassige, ab 1926 einklassige Volksschule.

In Tanndorf-Hinterwinkel ab 1890 eine einklassige Volksschule, diese wurde 1939 aufgelöst.

Zu Tanndorf gehörten die ständigen Exposituren Michowie (1925) und Lom (1938).

 

Trtschkadorf (Trckov)

 

Bezirkshauptmannschaft Neustadt a. d. Mette in Böhmen, ab 1938 Landkreis Grulich.

An der Erlitz und am Ortsbach gelegen, Dorfflur bis Gebirgskamm(1082 m) reichend.

Meereshöhe: 750 m. Dorf, Streusiedlung mir einer Größe von 553 ha.

Einwohner: 1939 = 372 in 86 Häusern und 91 Haushaltungen.

Erste Siedler waren Köhler, Aschenbrenner und Glasmacher.

Einzugsgebiet der Glashütte Friedrichswald von 1614- 1662.

Besitzer der Herrschaft Opotschno gründete den Ort und wurde nach ihm benannt.

Erste urkundliche Erwähnung 1654, selbstständige Gemeinde seit 1750.

Eingepfarrt nach Kronstadt. Kapelle mit Messlizenz Maria-Hilf im Ort.

Eingeschult nach Friedrichswald.

Dorfweg führt zur Erlitztalstraße, sehr steiler Steig zur Deschneier Kleinkoppe.

Steiler Fahrweg über das "Preußeneck" zu den Schierlichhäusern.

Trtschkadorf liegt an der Erlitztalstraße.

Verein der Adlergebirgler e.V.